Woran Sie einen echten Orgasmus erkennen

Während der Orgasmus beim Mann kaum übersehen werden kann, ist dies bei Frauen weniger augenscheinlich. Viele Männer fragen sich daher, ob sie nun wirklich gekommen ist oder vielleicht den Höhepunkt nur vortäuscht. War der Orgasmus heute nicht besonders intensiv und gerät sie eigentlich sonst nicht so in Ekstase? Damit Sie nicht länger darüber nachgrübeln müssen, ob der Orgasmus nur Show oder ein echter Höhepunkt war, verraten wir Ihnen nun, wie sich ein echter Orgasmus erkennen lässt.

Orgasmus mal vier

Um den weiblichen Orgasmus zu verstehen, lohnt es, sich etwas intensiver damit zu beschäftigen. Der Höhepunkt der Frau besteht eigentlich aus vier verschiedenen Phasen:

  • Erregungsphase
  • Plateauphase
  • Orgasmusphase
  • Rückbildungsphase

In der Erregungsphase strömt das Blut in Brustwarzen und Geschlechtsteile. Der Atem und die Pulsfrequenz beschleunigen. Häufig zeigen sich Hautrötungen. Die Plateauphase kennzeichnet das Anschwellen der Brüste und das Weiten der Vagina.

Nun wird es interessant, denn für den aufmerksamen Mann lässt sich der weibliche Orgasmus am Penis erkennen. Die Muskeln der Vagina beginnen zu pulsieren. Sie ziehen sich in Intervallen von weniger als einer Sekunde zusammen und entspannen daraufhin wieder. Sie werden den Orgasmus in dieser Phase auch am schnellen Atem und Herzschlag der Geliebten bemerken.

Nach dem Sex entspannen Mann und Frau. Männer bleiben eine gewisse Zeit für sexuelle Stimulation wenig empfänglich. Frauen können bereits nach kurzer Zeit erneut einen Orgasmus erleben. Man spricht hierbei von multiplen Orgasmen. In der Rückbildungsphase nehmen Schamlippen und Klitoris an Umfang ab. Dies kann bis zu mehreren Stunden andauern.

Frauen kommen anders

Der Orgasmus der Frau ist vielschichtig und intensiv. Frauen können nicht nur mehrmals hintereinander einen Höhepunkt erleben, dieser dauert auch ungewöhnlich lange. Ein Orgasmus von 30 Sekunden und länger ist bei ihr keine Seltenheit. Neben den rhythmischen Zuckungen der Scheide können auch Frauen einen Erguss haben. Dabei wird aus der Scheide eine klare Flüssigkeit abgesondert.

Gelangweilt oder erregt?

Frauen sind perfekte Schauspielerinnen. Auch beim Inszenieren von Orgasmen fehlt es ihnen nicht an Einfallsreichtum und Kreativität. Lustvolles Stöhnen zu imitieren, ist ein Leichtes. Etwas mehr Übung erfordert das Nachstellen der Muskelbewegungen im Beckenboden.

Bei flüchtigen Affären ist es schwierig, einen echten Orgasmus zu erkennen. Wenn Sie aber Ihre Partnerin lange genug kennen, wird es auch hier selten zu Missverständnissen kommen.

Es gibt deutliche Anzeichen, die auf sexuelle Erregung hinweisen. Ob Sie erregt ist, zeigt sich häufig bereits beim Vorspiel an einer feuchten Vagina und harten Brustwarzen. Bekommt die Haut rote Flecken, ist Ihre Partnerin ebenfalls erregt. Bei manchen Frauen spannt sich die Beinmuskulatur kurz vor dem Höhepunkt an.

Nach dem Sex ist die Vagina bei den meisten Frauen sehr empfindlich und sie möchten nach dem Geschlechtsverkehr dort zunächst nicht mehr berührt werden. Können Sie die Vagina dagegen weiter stimulieren, ohne zurückgewiesen zu werden, kann dies darauf hindeuten, dass die Erregung weniger stark war und für einen sexuellen Höhepunkt nicht ausgereicht hat.

Folgende Anzeichen deuten auf einen Orgasmus hin:

  • schneller Herzschlag
  • schnelle Atmung
  • harte Brustwarzen
  • gerötete Hautflecken
  • feuchte Vagina
  • Kontraktionen der Muskeln im Unterleib
  • Absonderung einer klaren Flüssigkeit aus der Scheide

Auch die beste Schauspielerin kann entlarvt werden. Denn eigentlich ist es recht einfach, zu erkennen, ob der Orgasmus echt oder gespielt ist. Beim Penis des Mannes wird dies zwar weit deutlicher, aber auch die Frau besitzt Schwellkörper in der Vulva.

Beim Orgasmus pulsiert der Beckenboden, wie dies auch der Mann von seinen Orgasmen her kennt. Forscher haben herausgefunden, dass Orgasmus-Lügen entlarvt werden können, wenn auf die Häufigkeit der Muskelbewegungen geachtet wird. Ist der Orgasmus echt, zieht sich die Vagina pro Minute drei bis zwölf Mal zusammen.

Nicht immer ist der Orgasmus auch der Höhepunkt

Wenn Sie es nun akribisch darauf anlegen, beim Sex den Beckenboden der Partnerin zu beobachten und die Muskelbewegungen zu zählen, geht die Lust schnell verloren. Guter Sex wird nicht allein vom Orgasmus bestimmt. Wichtig ist, dass Mann und Frau Freude am Liebesspiel haben und jeder auf seine Kosten kommt.

Wollen Sie wirklich Gewissheit, ob die Partnerin einen Orgasmus erlebt oder diesen nur vortäuscht, ist das beste und ehrlichste Mittel das persönliche Gespräch – nicht erst nach dem Geschlechtsverkehr, sondern auch dabei. Häufig ist ein gespielter Orgasmus die Antwort darauf, dass Sie ihren Partner nicht enttäuschen möchte und es einfach versäumt hat, rechtzeitig „Nein“ zu sagen.