7 Fakten, die bestimmen, in wen wir uns verlieben

Wissenschaftler können anstrengend sein. Man stellt ihnen eine klare Frage und sie antworten mit der Auskunft, dass man die falsche Frage gestellt hat. Wenn es darum geht, warum und in wen wir uns verlieben, ist das auch ein bisschen so. Denn wer sich verlieben will, stellt sich darunter meist etwas Dauerhaftes vor, aber sich Verlieben und jemanden (dauerhaft) Lieben sind unterschiedliche Dinge. Weil das Liebesglück nur vollständig ist, wenn uns beides gelingt, nimmt dieser Artikel beides in den Blick: warum verlieben wir uns und wen können wir lieben?

Spannende Einblicke in die Wissenschaft der Liebe

Die folgenden Abschnitte beantworten die große Frage in 7 Fakten:

  • Die Chancen
  • Die Chemie
  • Die Situation
  • Die Werte
  • Das Aussehen
  • Die Intelligenz
  • Ihre Entscheidung

Die Chancen

©Bild: Privat (Quelle: Parship)
Boris (45, leitender Angestellter) lernte bei PARSHIP Iris (39, Projekt-, Messe- und Eventmanagerin) kennen
„Am 22. Oktober 2005, also genau nach einem Jahr, habe ich Iris bei einem Glas Champagner am Falkensteiner Ufer an der Elbe gefragt, ob sie mich heiraten möchte.“

Heute dürfte den meisten Menschen klar sein, dass nicht irgendwo der fertige „Deckel“ für den eigenen „Topf“ herumläuft. Die Realität sieht in zweierlei Hinsicht anders aus: Erstens gibt es viele kompatible Personen und nicht nur eine, zweitens müssen Liebe und Verliebtheit aktiv gelebt werden und sind nicht einfach da.

So kompliziert es auch sein mag, den richtigen Partner zu finden und zu behalten, ist eines doch klar: Wer keine Chancen hat, kann auch nicht verwandeln. Deswegen ist das Verhalten bei der Partnersuche so wichtig. Wenn Sie viele Menschen kennenlernen, wird irgendwann ein kompatibler dabei sein, und das passiert umso früher, je mehr Menschen es sind. Wenn Sie dagegen nie das Haus verlassen, werden Sie auch nie jemanden treffen.

Zur erfolgreichen Partnersuche gehört zweifellos auch der Zufall: zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und den richtigen anzusprechen, ohne es vorher wissen zu können. Das ist der leichte Teil. Gehen Sie unter die Leute und maximieren Sie Ihre Chancen.

Die Begegnung

Im Januar 2015 erschien ein Artikel in der New York Times [Link: Ziel http://www.nytimes.com/2015/01/11/fashion/modern-love-to-fall-in-love-with-anyone-do-this.html], der im Internet weite Kreise gezogen hat. Darin berichtete Mandy Len Catron von einem erstaunlichen Liebes-Experiment, das sie mit ihrem Partner zusammengeführt hatte.

Das Experiment beruhte auf einem Verfahren, um menschliche Nähe zwischen zwei Personen herzustellen, dass der Psychologe Arthur Aron im Jahr 1997 vorgestellt hatte. Zwei völlig Fremde stellen einander 36 vorgegebene Fragen und schauen einander danach vier Minuten tief in die Augen. Die Fragen werden zum Schluss hin immer intimer. Dieses Verfahren bringt tatsächlich verliebte Paare hervor. Eines der Paare aus Arons ursprünglichem Durchgang war sechs Monate später verheiratet.

Inzwischen gibt es Apps und eine Website (http://36questionsinlove.com), mit denen die 36 Fragen sofort greifbar sind, wenn man mal ein schnelles Verfahren zum Verlieben braucht.

Dr. Arons System erzeugt zuverlässig ein Gefühl der Verbundenheit, aber nicht immer Verliebtheit. Diese lässt sich dadurch also nicht erzwingen. Aber immerhin erzeugt es sie manchmal. Das heißt, ein einziges gelungenes Gespräch kann ausreichen, um Gefühle hervorzubringen, die zu einer dauerhaften Liebe werden. Der Verlauf einer Begegnung spielt also eine große Rolle.

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Die Werte

icon_roseDie Redensart „Gegensätze ziehen sich an“ gilt für das Verlieben und Lieben nur eingeschränkt. Eine Person, die sich von Ihnen stark unterscheidet, mag für Sie überraschend, aufregend und interessant sein, aber eine wirkliche emotionale Bindung braucht Gemeinsamkeiten als Grundlage.

Es klingt wenig romantisch, aber wir verlieben uns am häufigsten in Personen, die uns in einigen psychologischen Grundzügen ähneln. Diese drücken sich in unseren Werten aus. Dazu gehören Dimensionen wie konservativ und progressiv, spirituell und säkular, angepasst und rebellisch oder analytisch und kreativ. Es gibt immer Ausnahmen, aber in der Regel lassen wir nur Personen in die innere Auswahl, die sich auf solchen Werte-Achsen in unserer Nachbarschaft aufhalten und nicht in weiter Ferne.

Der Grund ist nicht schwer zu verstehen: Verliebtheit und Liebe leben von gemeinsamen Erfahrungen. Je verschiedener zwei Menschen gestrickt sind, desto unterschiedlicher sehen sie die Welt und desto weniger gemeinsame Erfahrungen können sie teilen.

Deshalb wird Ihr Partner wahrscheinlich auch einen ähnlichen Bildungsgrad, ein ähnliches Einkommen und ähnliche Interessen aufweisen wie Sie. Dann gibt es einfach mehr, woran Sie sich gemeinsam erfreuen – oder worüber Sie sich gemeinsam ärgern können.

Die Gegensätze, die sich anziehen, sind für Liebende eher markante, kleine Abweichungen auf einer breiteren Basis der Gemeinsamkeit. Er mag Formel 1, sie mag Sex and the City? Das ist kein Problem und heißt nicht, dass die beiden einander nicht in wesentlichen Charakterzügen und Werten ähneln. Und solche kleineren Unterschiede und Gegensätze müssen auch sein – schließlich soll Ihr Partner auch etwas Neues und frischen Wind in Ihr Leben bringen und nicht Ihr Spiegelbild sein.

Die Intelligenz

Ist Intelligenz sexy? Ja, aber der Sex-Appeal von Intelligenz liegt im Auge des Betrachters. Eher bildungsferne Personen werden die Intelligenz eines Professors selten sexy finden, weil sie in einer anderen Alltagswelt leben, wo die Gedanken dieses Professors uninteressant sind. Wenn wir Intelligenz als die Fähigkeit verstehen, flexibel Probleme zu lösen, dann variiert eben stark, wie sie sich äußert, weil je nach Lebensumfeld ganz andere Probleme relevant sind.

Im Durchschnitt ergibt sich deshalb bei der Intelligenz das gleiche Muster wie bei den Werten: Wir suchen uns Partner, die unserem eigenen Intelligenzlevel ungefähr entsprechen. So sind zwei Menschen am besten in der Lage, einander zu interessieren, zu überraschen und herauszufordern.

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Das Aussehen

Beim Aussehen ist es ebenso. Wir bemühen uns nicht alle um die Schönsten, sondern die meisten richten den Fokus automatisch auf Personen, deren äußere Attraktivität ungefähr der eigenen entspricht. Als Romantiker glauben wir gerne, dass Schönheit subjektiv sei, und natürlich gibt es unterschiedliche Geschmäcker. Im Großen und Ganzen überwiegt jedoch der objektive Anteil, über den sich die meisten einig sind. Dementsprechend gibt es keine Kontroversen darüber, ob Brad Pitt attraktiver ist als Danny DeVito.

Natürlich zeichnet sich ein attraktiver Mann durch andere Eigenschaften aus als eine attraktive Frau. Hier zeigt die Forschung einhellig, dass anziehende Eigenschaften mit unseren Rollen in der Fortpflanzung über die Jahrmillionen der Evolution zu tun haben. Die meisten Männer fühlen sich von Frauen angezogen, die die Anzeichen von Gesundheit und Fruchtbarkeit zeigen. Dazu gehören etwa eine glatte Haut und glänzendes Haar (Gesundheit) und die berühmte 90-60-90-Figur, die Männer instinktiv und zutreffend mit Fruchtbarkeit in Verbindung bringen.

Fruchtbarkeit ist bei Männern ebenso gefragt. Sie zeigt sich in einem hohen Level an Testosteron, weshalb Eigenschaften wie kräftiger Bartwuchs und eine tiefe Stimme für Frauen attraktiv sind. Der andere Aspekt ist die Eignung eines Mannes für die Beschützerrolle: Dafür stehen Gesundheit, Körpergröße und Muskelmasse als weitere attraktive Merkmale von Männern.

Die Chemie

icon_mann_frauZu den wichtigsten Autoritäten beim Thema Liebe und Verliebtheit gehört zweifellos die Anthropologin Helen Fisher, die sich ein ganzes Forscherinnenleben lang damit beschäftigt hat. In einem unterhaltsamen TED-Vortrag (Link: „The Brain in Love“, Helen Fischer Studies) beschreibt sie die Liebe als unbändige Naturkraft und vergleicht sie mit einem Trieb, einem Bedürfnis wie Hunger oder Durst und mit einer Sucht. Fisher berichtet von Gehirnscans, auf denen die Liebe frisch vermählter Paare ebenso als Hirnaktivität sichtbar war wie der Trennungsschmerz von Singles, die kürzlich verlassen worden waren.

Die Liebe ist eine tief verankerte Kraft in uns. Die beteiligten Gehirnregionen betreffen elementare Aspekte des Überlebens und werden wegen ihres evolutionären Alters auch als unser „Reptilienhirn“ bezeichnet.

Tatsächlich kann man sagen, dass auch Tiere sich verlieben, so Fisher. Denn auch sie begnügen sich nicht mit dem nächstbesten paarungsfähigen Partner, sondern wählen sich einen ganz bestimmten aus. Die Frage ist: warum gerade diesen? Auch wir Menschen verlieben uns nicht in jeden, der die oben genannten Kriterien erfüllt. Nur bei wenigen macht es Klick. Wie kommt es dazu?

Wir wissen es noch nicht. Fisher bemüht sich weiterhin um eine Antwort, aber die Befunde sind noch nicht klar. In ihrem jüngsten Buch [Link: https://www.amazon.de/Warum-funkt-Persönlichkeit-Partnerwahl-beeinflusst/dp/3426783266] vertritt sie die These, dass es vier Persönlichkeitstypen mit unterschiedlichen Kompatibilitäten gibt. Beantwortet das die Frage, warum wir einem ganz bestimmten verfallen? Vorerst müssen wir uns wohl damit begnügen, zu sagen: Manchmal macht es einfach Klick.

Ihre Entscheidung

icon_flirtenMandy Len Catron, die sich auf dem Weg durch 36 Fragen verliebt hat, unterscheidet zwischen dem Hoch der Verliebtheit und der dauerhaften Liebe. Die Alltagsweisheit und die Forschung geben ihr Recht: Es handelt sich um verschiedene Gefühlszustände, die sich auch in unserer Hormon- und Hirnaktivität unterschiedlich ausdrücken.

Ihr zufolge schaffen die 36 Fragen nur die Grundlage, auf der Liebe wachsen kann, nämlich ein Verhältnis der Intimität und des Vertrauens. Die Liebe selbst setze eine Entscheidung beider Partner voraus, dem anderen ihre Liebe zu geben.

Catron verweist in einem TEDx-Vortrag (Link: „Falling in Love is the easy part“) auf den beängstigenden Aspekt der Liebe, dass man sich durch sie eingestehen muss, plötzlich unglaublich viel zu verlieren zu haben. In der Entscheidung, sich darauf einzulassen, liegt bei aller Chemie, Statistik und Wahrscheinlichkeit die Freiheit und das Geschenk der Liebe.